In den letzten Wochen stiegen Angst und Hysterie über den Corona-Virus, welcher seinen Ursprung in China fand und sich inzwischen schon auf der ganzen Welt verbreitete, ins Unendliche an. Und es scheint von Tag zu Tag schlimmer zu werden. Massenveranstaltungen wurden abgesagt, Schulen geschlossen und in vielen Supermärkten herrschen inzwischen enorme Engpässe. Viele Menschen begannen schon vor Wochen damit, Konserven, Klopapier und weiteres zu bunkern, aus Angst, es wäre sehr bald nicht mehr erhältlich.

Und auch die wirtschaftliche Lage bricht immer mehr zusammen. Und das alles wegen eines Virus, welcher nachweislich nur für alte und sehr immun-geschwächte Menschen eine ernsthafte Bedrohung darstellen soll. Bislang gibt es in Deutschland gerade einmal 4 Todesfälle, von welchen alle bereits ein recht hohes Alter hatten und auch andere Gründe mitverantwortlich sein könnten.Die jüngsten Empfehlungen lauteten, soziale Kontakte so gut wie möglich zu vermeiden, größere Veranstaltungen nicht aufzusuchen (Limit liegt momentan bei 1000 Menschen pro Großveranstaltung) und das Haus nicht zu verlassen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

Alle liebenden Haustierbesitzer stellen sich jedoch noch eine weitere Frage: Können Hunde Corona bekommen?

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Kurz nach Ausbruch des Virus hieß es ja. Es wurden diverse Tiere von ihren Besitzern abgegeben, ausgesetzt oder sogar getötet. Zu groß war die Angst vor potentieller Ansteckung. Inzwischen wurde diese Annahme aber widerlegt. Bislang kam es nur zu einem einzigen Fall in Hongkong, bei welchem ein Hund auf das Virus “schwach positiv” getestet wurde. Er zeigte jedoch keinerlei Symptome, als er sich in Quarantäne befand. Höchstwahrscheinlich handelte es sich hierbei um eine klassische Mensch-Tier-Übertragung, denn auch sein Herrchen wurde positiv auf das Corona Virus getestet. Im Umkehrschluss gibt es aber keinerlei Nachweise, dass Hunde das Virus auf Menschen übertragen können. Aus diesem Grund starben womöglich sehr viele arme Tiere umsonst durch die Massenhysterie.

So veröffentlichten die Weltorganisation für Tiergesundheit und die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten bereits mehrere Informationen darüber, dass sich Hunde mit dem Corona Virus nicht infizieren können. Daher gäbe es auch keinerlei Gründe, sie aufzugeben oder zu vernachlässigen. Trotzdem bleibt die Angst vor Ansteckung weiterhin bestehen, jeder Schritt in die Öffentlichkeit bedeutet für sehr viele Menschen momentan große Überwindung. Aber in Bezug auf unsere “besten Freunde”, kann diese Sorge wenigstens genommen werden.
Ähnlich wie bei einer herkömmlichen Grippe, können sich Hunde hierbei nicht infizieren. Dazu sind die Immunsysteme von Mensch und Hund zu unterschiedlich und es besteht laut den Information von den Experten des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit keine akute Gefahr.

Hygiene bewahren

Auch ohne den Corona Virus, wird von vielen Seiten empfohlen, die richtigen Hygiene Maßnahmen zu bewahren. So sollten nach ausgiebigem Kuscheln und Abschlecken stets Hände und Gesicht gewaschen werden. Diese Maßnahme ist vom Corona Virus jedoch vollkommen unabhängig und eine allgemeine Maßnahme in Bezug auf Hygiene. Hunde schnuppern an sehr vielem herum, was für uns Menschen nicht gerade förderlich sein könnte.

Ganz besonders Babys und Kleinkinder, welche mit Hunden in Kontakt kommen, sollten nach Berührung sauber gemacht werden, da deren Immunsystem noch nicht ganz so ausgeprägt ist, wie das eines Erwachsenen. Hat der Hund beispielsweise an einem toten Kadaver eines Tieres geschnuppert oder möglicherweise daran geschleckt, könnte das durch die Bakterien schlimme Konsequenzen haben.

Auch wenn die Tatsache sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Hund das Corona-Virus bekommen kann, können bei eigener, bekannter Infektiosität bestimmte Maßnahmen getroffen werden, sofern man nicht in Quarantäne ist.

Bei direktem Körperkontakt sollten wenn möglich Handschuhe getragen und keine Küsse von ihm zugelassen werden. Auch das Abschlecken sollte vermieden werden. Den täglichen Spaziergang sollte vorübergehend jemand anderes übernehmen. Trotz allem ist es nicht notwendig, das geliebte Tier abzugeben. Es ist sehr wichtig, dass die Hunde nicht aus ihrem gewohnten Konzept gebracht werden, bzw. keine Abstriche machen müssen. Aber sie sollten trotz allem geschützt sein, wenn Herrchen oder Frauchen urplötzlich infiziert wurden. Bestes Beispiel war der einmalige Fall aus Hongkong, bei welchem sich ein Hund mit “schwachen positivem” Ergebnis infizierte.

Keine Sorge wegen Corona – Eher Sorgen wegen Vernachlässigung

Bei all der Hysterie um das Corona-Virus, dürfen jedoch auch andere potentielle Gefahren für Hund und Mensch nicht außer Acht gelassen werden. So allmählich beginnt wieder die Zecken-Zeit. Darum sollte präzise darauf geachtet werden, dass der Hund gegen Zecke und Flöhe behandelt wird, beispielsweise durch Tabletten oder ein spezielles Halsband. Zecken können potentielle Überträger von Borreliose sein. Eine Krankheit, welche womöglich noch viel gefährlicher als der Corona Virus ist. Es sollte weiterhin sicher gestellt werden, dass sie all ihre benötigten Impfungen und anderweitigen Behandlungen erhalten, welche ihr gesundheitlicher Zustand vorsieht.

Außerdem muss der Hund seinen regelmäßigen Auslauf und seine angepasste Ernährung bekommen. Ferner darf er nicht vernachlässigt oder gar abgegeben werden, nur weil die Zeiten gerade besondere Maßnahmen erfordern. Er ist und bleibt nach wie vor der beste Freund. Er war es bereits vor der Epidemie und wird es auch danach noch sein.

Auch bei anderen Haustieren wie Katzen, Nagetieren, Schweinen, Kühen oder Pferden muss sich in Bezug auf das Corona-Virus keinerlei Sorgen gemacht werden.
Es ist jedoch möglich, die eigenen Haustiere auf den SARS-CoV-2 Erreger testen zu lassen. Dieser Test ist identisch mit jenen, welche auch an Menschen durchgeführt werden.

Besteht akuter Verdacht aufgrund eigener Infektiosität, kann dieser Test jederzeit beim hauseigenen Tierarzt durchgeführt werden. Es ist jedoch nur dann wirklich ratsam, wenn man selbst mit dem Corona-Virus eindeutig infiziert ist. Als pure Vorsichtsmaßnahme macht es keinerlei Sinn, wenn es dem Tier gut zu gehen scheint.