Ein 39-Jähriger saß auf der Anklagebank weil er einem Hund grausam der Schwanz ausgerissen hatte – bis sein Verteidiger das Blatt noch umdrehen konnte.

Der grausame Tot von Hund „Filou“ bleibt leider ungeklärt. Dem Zwergspitz war der Schwanz herausgerissen worden, die Ärzte einer Tierklinik konnten ihn leider nicht mehr retten. Ein 39-Jähriger Mann stand wegen der Tat als Angeklagter vor Gerich, ihm drohten bis zu drei Jahre Haft. Vor Gericht wurde ein Foto gezeigt, welches den Hund aus guten Tagen zeigte: Ein strubbeliges schwarzes Fellknäuel, aus dem lustig schwarze Augen blitzen.

Filous Frauchen hatte das Hündchen beim Angeklagten, der zu der Zeit ihr Freund war, für einen Tag in Obhut gegeben. Als der Mann den Hund am Abend zurückbringt, ist das Tier schwer verletzt und bewegt sich so gut wie gar nicht mehr. Einen Tag später stirbt der arme Filou in einer Tierklinik. Eine Obduktion ergibt, dass dem Hund der Schwanz herausgerissen wurde und er weitere schwere innere Verletzungen erlitt.

Die Halterin macht widersprüchliche Aussagen

Bevor er der Kleine in Obhut kam, sei er quicklebendig und fröhlich gewesen,erzählt die Besitzerin vor Gericht. Der Mann aber beteuerte seine Unschuld, landet aber dennoch auf der Anklagebank vor Gericht.

Doch vor Gericht verstrickten sich die Frauen auf die bohrenden Nachfragen von der Richterin in Widersprüche. Gerade mit der Rute des Spitzes soll schon vorher etwas nicht in Ordnung gewesen sein, darauf gibt es mehrere Hinweise. Doch die Frau behauptet, der eingezogene Schwanz sei allenfalls Ausdruck der Angst vor dem Angeklagten gewesen.

Ein Telefonmitschnitt hilft dem Angeklagten

Der Mann hatte ein Telefonat mit der Zeugin mitgeschnitten, in dem diese sagt, dass der Hund schon vorher „wie Sau“ vor Schmerzen geschrien habn solle.

Genau daran wollte sich die Frau natürlich partout nicht erinnern. Mehrmals warnt die Richterin die Frauen eindringlich vor den Folgen einer Falschaussage. Der Hund sei ihr einmal auf der Treppe heruntergefallen, räumt Filous Besitzerin schließlich ein – was allerdings nicht zu den Verletzungen passt.

Angesichts der neuen Beweislage hat der Staatsanwalt ein Einsehen und beantragt einen Freispruch: „Der Vorwurf hat sich nicht bestätigt.“ So kommt es. Die Richterin verkündet den Freispruch, der allerdings einen Makel hat: „Die Umstände des Todes bleiben ungeklärt“

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