In den vergangenen Tagen habe ich oft Berichte über das Umarmen von Hunden gesehen. Mögen Hunde Umarmungen? Ein Wissenschaftler sagt „ein klares Nein“. Aber ganz so einfach kann das doch nicht sein… Seine Studie beobachtete 250 Bilder von Hunden und er sagte, dass mehr als 80% der Hunde Anzeichen von Stress während der Umarmung zeigten.

Stresssignale sind die Art und Weise, wie ein Hund anderen zeigt, dass er gestresst ist und Platz benötigt. Für einen Menschen könnten Stresssignale die Schläfen reiben, Stirnrunzeln oder die Augenbraue heben, welches Abscheu bedeuten kann sein. Wir sind ziemlich gut darin, die Signale anderer Menschen zu lesen, und Hunde sind ziemlich gut darin, unsere zu lernen, aber die Stresssignale des Hundes sind anders als bei uns, und jemand, der kein Profi ist, könnte Schwierigkeiten haben, diese zu lesen. Hunde können durch Niesen, Gähnen oder Lecken Stress ausdrücken, wenn dies nicht angemessen ist (sogenanntes disloziertes Verhalten). Ein normales Verhalten wäre ein Niesen nach dem Schnüffeln an einer Blume. Ein nicht angemessenes Verhalten wäre, wenn der Hund niest, wenn ein anderer Hund sich ihm nähert. Ein großer (und einer der größten Argumente, die der „Wissenschaftler“ hervorhebt) ist das „Wal Auge“ oder das Sehen des Weißen des Auges des Hundes. Wenn du das siehst, gebe deinem Hund genug Raum. Der Hund mag dann gerade nicht, was du tust.

Dies ist eine wichtige Information, denn das Beobachten von Stresssignalen bei Hunden kann unsere Chancen, gebissen zu werden, signifikant reduzieren und die Bindung mit unseren Pelzbabies stärker machen. Aber heißt das, dass sich jeder von Hunden zurückhalten sollte? Absolut nicht. Es ist wirklich wichtig, den „Gehalt“ der Medienberichte zu erkennen. Eine Sache die man bedenken sollte ist, dass viele Hunde Angst vor Kameras haben. Wie viele Hunde in seiner Studie wurden von einem Verschlussgeräusch der Kamera erschrocken? Als jemand, der regelmäßig Fotos von Hunden macht, sehe ich es oft. Viele Hunde haben Angst vor Kameras. Dies bringt uns zu einem noch größeren Punkt der Studie. Diese wissenschaftliche Studie kann die wahre Ursache des Stresses nicht isolieren. Tritt der „Umarmer“ auf dem Foto auf den Schwanz des Hundes? Wurde der Hund schon zehn Minuten davor von einem Kleinkind geärgert und stößt jetzt an seine Grenze? In dieser Studie fand er sogar heraus, dass ein kleiner Prozentsatz der Hunde in diesen Bildern keinerlei Stresssignale zeigten, während sie umarmt wurden. Das bringt uns zurück zum Hauptpunkt – wir sollten lernen, unsere Hunde zu lesen, anstatt auf Pauschalannahmen zu vertrauen.

Ich plädiere nicht dafür, auf jeden Hund zuzugehen und zu umarmen, oder einen Hund zu umarmen, den man nicht kennt. Aber das übergeordnete Thema hier ist nicht, dass Hunde Umarmungen hassen. Viele Hunde zeigen Missbilligung, umarmt zu werden und ihre Besitzer wissen es nicht besser. Das hinterlässt Millionen von Hundebesitzern, deren Hunde sich fürchten, mit ihren besten Freunden zu kuscheln. Die Lektion sollte sein, wie man die Sprache des Hundes lernt, nicht „hör auf, deinen Hund zu umarmen“. Manche Hunde lieben Umarmungen, und es ist in Ordnung, sie zu umarmen

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