Eine neue Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen der Art und Weise, wie Hundebesitzer das Verhalten ihres Haustiers wahrnehmen, wenn der Besitzer nicht Zuhause ist, und dem Grad an Zufriedenheit und Stress des Besitzers. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Besitzer von gut erzogenen Hunden glücklicher sind.

Obwohl dies nicht überraschend scheint, kann es durchaus sein, dass es eine negativ Spirale geben kann. In der negativ Spirale reagiert der gestresste Besitzer nicht gut auf das Fehlverhalten des Hundes, welches mehr Stress oder Angst beim Hund verursachen kann.

Ob ein Hund sich schlecht verhält, wenn er alleine ist, hängt vom Stress der Besitzer ab.

Besitzer mit einem höheren Stresslevel haben möglicherweise keine entspannte Beziehung zu ihren Hunden, was zu Ärger über das Verhalten ihrer Hunde beitragen kann. So verbringen sie weniger Zeit mit ihren Hunden und die Angst bei den Hunden kann sich dadurch erhöhen. Im Gegenzug kann das Verhalten eines Hundes den Besitzer verärgern und eine Stressquelle darstellen, die das Wohlempfinden des Besitzers negativ beeinflusst.

hund mit gutem benhemenIn der Studie, wurden Hundebesitzer über das Verhalten ihres Haustiers in Bezug auf Trennungsverhalten, Trainingsfähigkeit und Anhaftung / Aufmerksamkeitssuche befragt. Die Wissenschaftler verglichen 36 Hundebesitzer, die sagten, dass ihre Hunde trennungsbedingte Verhaltensweisen haben und 40 Hundebesitzer, die sagten, dass ihr Hund wohlerzogen ist, wenn sie nicht Zuhause sind.

Diese Studie untersuchte nur die Wahrnehmung von Trennungsverhalten durch die Besitzer und nicht eine spezifische Diagnose von Trennungsangst. (Es ist wichtig zu beachten, dass Fehlverhalten von Hunden, während der Besitzer nicht zu Hause ist, auch auf Langeweile oder Aggression, Barriere-Frustration oder Entbindungsaktivitäten oder Haus-Training-Probleme zurückzuführen sein kann). In dieser Studie wurde die Frage nach trennungsbezogenem Verhalten gestellt, ob der Hund beim Verlassen des Besitzers vokalisiert, Dinge zerstört oder andere Anzeichen wie Zittern und Unruhe zeigt.

Interessanterweise wurden Hunde, die keine trennungsbezogenen Verhaltensweisen zeigten, als trainierbarer eingestuft. Sie verbringen durchschnittlich auch länger Zeit mit ihrem Besitzer als die Hunde, die Trennungsverhalten hatten.

Den Hunden mit Trennungsverhalten wurde eine höhere Bindung an den Besitzer zugespochen, aber die Beziehung zwischen Hund und Besitzer wurde schlechter bewertet.

Obwohl allgemein angenommen wird, dass der Besitz eines Hundes oder eines anderen Haustieres den Stress verringert und die Gesundheit verbessert, sind die Beweise gemischt. Diese Studie, auch wenn sie klein ist, legt nahe, dass individuelle Unterschiede in der Beziehung zwischen Hund und Besitzer berücksichtigt werden sollten, da die Menschen, deren Hunde Trennungsverhalten hatten, einen höheren Stresslevel aufwiesen.

Die Studie ist nur eine Momentaufnahme und zeigt keine Kausalität. Nichtsdestotrotz glauben die Wissenschaftler, dass das Unterrichten eines Hundes damit er sich gut benimmt, das Wohlbefinden für den Besitzer erhöht. Man sagt,

Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass, wenn Besitzer mehr Zeit mit ihren Hunden verbringen und etwas tun, um die Verhaltensweisen ihre Hundes zu verbessern, ihre wahrgenommene Zufriedenheit und die Beziehung zwischen Hund und Besitzer verbessern könnten. Besitzer, die sich selbst als gestresst wahrnehmen, nehmen bei ihren Hunden auch eher trennungsbedingte Probleme wahr.

Der beste Weg, um einen Hund zu trainieren, ist mit positiver Verstärkung oder, wenn der Hund Angst hat, kann es Desensibilisierung und Gegenkonditionierung beinhalten. Wenn du Hilfe bei den Verhaltensproblemen deines Hundes benötigst, beauftragen am besten einen qualifizierten Hundetrainer und / oder spreche mit deinem Tierarzt.

Quelle: González-Ramírez, M. T., Vanegas-Farfano, M., & Landero-Hernández, R. (2018). Differences in stress and happiness between owners who perceive their dogs as well behaved or poorly behaved when they are left alone. Journal of Veterinary Behavior, 28, 1-5.

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